Am 26. September Klimawende mit Wahlzetteln einleiten

Extremwetter, Waldbrände und wissenschaftliche Studien führen uns mehr denn je vor Augen, dass wir mehr für den Klimaschutz tun müssen – die Klimawende in Deutschland können wir bei der Bundestagswahl im September per Stimmzettel einleiten. „Wir Grüne sind die Partei des Klimaschutzes“, erklärt die Bundestagsabgeordnete Charlotte Schneidewind-Hartnagel (Bündnis 90/Die Grünen). „Die Wählerinnen und Wähler wissen das. Es liegt an uns, sie mit einem starken Wahlkampf daran zu erinnern.“

Der Weltklimarat warnt in seinem sechsten Sachstandsbericht (Hier finden sich die Hauptaussagen), dass der bisher angestrebte Klimaschutz nicht reicht. Eine Zunahme Starkniederschlägen, ein weiterer Anstieg des Meeresspiegels und eine fortgesetzte Eisschmelze sind demnach sehr wahrscheinlich.

„Der Bericht des Weltklimarats ist eindeutig: Entweder wir reduzieren die Treibhausgas-Emissionen jetzt massiv, oder wir können uns von der Begrenzung der Erderwärmung auf unter zwei Grad verabschieden – mit all den damit verbundenen Risiken für unsere Lebensgrundlagen und die der kommenden Generationen“, mahnt die Grünen-Abgeordnete aus dem Wahlkreis Odenwald-Tauber.

Mit grün geführter Bundesregierung beim Weltklimagipfel Weichen stellen

In der Verantwortung sieht Schneidewind-Hartnagel die Weltgemeinschaft, aber auch die Bundesregierung, die mit gutem Beispiel vorangehen müsse. „Ich mache mir da keine Illusionen. Das wird nur mit einer grün geführten Bundesregierung gelingen“, sagte die Politikerin. „Wenn wir auf dem jetzigen Pfad bleiben, droht zum Ende dieses Jahrhunderts eine Temperatur, die mehr als drei Grad höher liegt als im vorindustriellen Zeitalter. Wir müssen jetzt ernst machen mit dem Klimaschutz.“

Eine Chance siegt Schneidewind-Hartnagel bei der nächsten Weltklimakonferenz, die ab Ende Oktober im schottischen Glasgow stattfinden soll. „Eine grün geführte Bundesregierung kann dort gemeinsam mit vielen anderen Partnern die Weichen für eine Klimawende stellen. Das müssen wir den Wählerinnen und Wählern deutlich machen.“ Sie verwies auf das Klimaschutz-Sofortprogramm der Grünen für die nächste Bundesregierung und ergänzte: „Vor fast sechs Jahren hat die Weltgemeinschaft in Paris sich darauf geeinigt, die Erderwärmung möglichst auf 1,5 Grad zu begrenzen. Seitdem haben die CO2-Emissionen weltweit aber weiter zugenommen. Das Zeitfenster, in dem wir das Versprechen von Paris einlösen können, wird jeden Tag kleiner.“