“Gerechtigkeit und Klimaschutz spielen in der sogenannten Großen Koalition immer nur eine untergeordnete Rolle”

Fünf Jahre nach Verabschiedung der Agenda 2030 lahmt deren Umsetzung in Deutschland. „Die Bundesregierung ist dabei, eine Vielzahl ihrer Nachhaltigkeitsziele zu verfehlen“, erklärte die Bundestagsabgeordnete Charlotte Schneidewind-Hartnagel (Bündnis 90/Die Grünen) anlässlich des Besuchs des 1. Markt für Nachhaltigkeit und Regionalität in Weikersheim. „Das ist nicht verwunderlich, denn Gerechtigkeit und Klimaschutz spielen in der sogenannten Großen Koalition immer nur eine untergeordnete Rolle.“

Mehr für Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und Klimaschutz tun

Die grüne Vertreterin des Wahlkreises Odenwald-Tauber im Bundestag ergänzte: „Es ist höchste Zeit, mehr für Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu tun und ich freue mich ganz besonders, dass der Klimastammtisch für den 1. Markt für Regionalität und Nachhaltigkeit in Weikersheim zahlreiche Mitstreiterinnen und Mitstreiter gefunden hat.“

Die Initiative des Klimastammtisches zeige, dass viele Menschen im Wahlkreis bereits ihren Lebensstil und Konsum bewusster und nachhaltiger gestalteten. „Die Stände auf dem Markt verdeutlichen, dass der Nachhaltigkeitsgedanke in der Bevölkerung angekommen ist und umgesetzt wird.“

Deutschland hat seine Hausaufgaben noch nicht gemacht

Rund 500 Besucher*innen besuchten die zahlreichen Stände und Projekte, die sich auf dem Markt präsentierten. Mit Blick auf die verpasste Verkehrswende stellte Schneidewind-Hartnagel fest: „Seitdem Angela Merkel Kanzlerin ist, hat sie es trotz fortschreitender Klimakrise nicht geschafft die klimaschädlichen Emissionen im Verkehrsbereich zu senken. Noch immer werden viel zu viele Autos mit Diesel-und Benzinmotoren steuerlich begünstigt, und es werden zu viele neue Straßen gebaut.“

Sie bemängelte, dass die Bundesregierung umwelt- und klimaschädliches Verhalten jährlich mit mindestens 57 Milliarden Euro subventioniert. „Deutschland hat einen viel höheren CO2-Ausstoß pro Kopf als die meisten anderen EU-Länder. Wir haben unsere Hausaufgaben nicht gemacht.“